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2.1 in wirtschaftlicher Hinsicht
2.2 In medizinischer Hinsicht
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Auf dem Sektor der Gesundheitsindustrie sind die großen Entwicklungen in wirtschaftlicher Hinsicht gekennzeichnet von
zunehmenden Kosten
- im Bereich der Mannleistungen = Arbeitsleistungen
- im Bereich der Geräteleistungen = Apparatemedizin
- im Bereich der Heilmittel = Medikamentausgaben
- im Bereich der Unterbringung = stationärer Bereich
- im Bereich Energie/Tansport = ambulanter Bereich
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abnehmenden Geldmitteln
- im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen
- im Bereich der Interventionsmedizin
- im Bereich der Präventivmedizin
- im Bereich der Kuren und Heilvorsorgen
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Diese Entwicklungen wiederum führen
bei den privaten Haushalten zu zunehmenden Ausgaben
- im Rahmen privater Krankenversicherung
- im Rahmen anteiliger Gesundheitsvorsorge
- im Rahmen allgemeinen medizinischen Leistungskonsums
- höherer Differenzierung und Diversifizierung der Angebotsseite
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in den Bereichen Angebot und Nachfrage zu
- geringerer Nachfrage im medizinischen Leistungskonsum
- differenzierterer Nachfrage in den
medizinisch/gesellschaftlichen Trendleistungen - geringerer Auslastung bestehender
Angebotseinheiten/Anbieter
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Das wiederum führt im Angebotsbereich zur Formulierung dreier Grundsatzprobleme
- Sind die Grundkosten für die Bereitstellung von Leistungen nicht bereits so hoch, daß sie bei durchschnittlicher und sogar abnehmender Inanspruchnahme nicht mehr zu decken sind?
- Wie können diese Kosten konzeptionell, strukturell oder absolut ganz oder in Teilen vermieden werden?
- Wie können bei gleichzeitiger Senkung der Bereitsstellungs- und Stückleistungskosten die Nachfrage aktiviert und Präferenzen für den Anbieter geschaffen werden?
Vor diesen Problemen stehen nicht nur die Ärzte und Therapeuten, die Kurmittelhäuser und Kuranstalten sondern auch die Anbieter von Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen, die Hotelanbieter entsprechenden Standards, die Kosmetik- und Fitness-Studios.
Die großen Entwicklungen im Bereich der Medizin und ihres jeweiligen Verständnisses sind gekennzeichnet von:
- der Bewegung von der klassischen Schulmedizin hin zu umfassenderen Medizinansätzen,
- der Bewegung von monocausalen Zusammenhängen hin zu multicausalen Erklärungsmodellen,
- der Bewegung von somatischem Körpergeschehen zu psycho-somatischen Verursachungsmodellen,
- der Bewegung monofunktionaler Ablaufvorstellungen zu ganzheitlichen Arbeitshypothesen,
- dem Übergang einer statischen Betrachtungsweise - was liegt vor? - hin zu einer dynamischen Betrachtungsweise wie ist es dazu gekommen?
- der Intervention zu Prävention,
- der Einbindung grenzüberschreitender Wissenschaftsgebiete, z.B. der Ernährungswissenschaften,
- der Einbindung ethnomedizinischer Denkansätze, z.B. traditionelle chinesische Medizin.
Aus der Sicht der Individuen, Patienten, Gäste, Kunden, Rehabilitanden sind die Entwicklungen gekennzeichnet von
- dem Ende der auf die abendländische Schulmedizin focussierten Heilserwartungen,
- dem Anfang von Methodenskeptizismus,
- der aufdämmernden Erkenntnis über die Einflüsse individuell nicht leistbarer Anpassungsansprüche,
- der zunehmenden Hinwendung zu alternativen Medizinsätzen.
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